Ich wurde am 2. Mai 1947 als Sohn eines Hochschullehrers in Stuttgart geboren, wo ich auch die Grundschule und das Gymnasium besuchte.

Nach dem Abitur im Jahr 1966 studierte ich in Tübingen Germanistik und Politikwissenschaften und nahm aktiv an der Studentenbewegung teil, die damals ihren Höhepunkt hatte. Nach ihrem Abflauen gehörte ich zu jenen “68ern”, die ihre Hoffnungen auf die Arbeiterklasse setzten, und schloss mich einer der neu entstehenden marxistisch-leninistischen Organisationen an. Zugleich begann meinen Lebensunterhalt als Arbeiter in einer Fabrik zu verdienen.

 Dem Umstand, dass die K-Gruppe, der ich angehörte, sich das Regime Enver Hoxhas als Vorbild erwählt hatte, verdanke ich meine Bekanntschaft mit Albanien. Zusammen mit Frau und zwei kleinen Söhnen wurde ich nämlich in die albanische Hauptstadt entsandt, um dort sprachliche Unterstützung für Radio Tirana und den Verlag für fremdsprachige Literatur zu leisten.

Während dieses von 1977 bis 1980 währenden Arbeitsaufenthalts erwarb ich mir nicht nur die albanische Sprache, sondern auch das Handwerkszeug eines Übersetzers.

Bald nach unserer Rückkehr nach Deutschland wandte ich mich vom Kommunismus ab, nicht nur, aber auch aufgrund der albanischen Erfahrungen. Es blieb jedoch die intensive Beschäftigung mit den Albanern, ihrer Geschichte und Kultur, ihren Gebräuchen, ihrer Sprache und vor allem ihrer Literatur. Neben dem ehrenamtlichen Engagement auf dem Gebiet der interkulturellen Begegnung widmete ich mich vor allem dem literarischen Übersetzen aus dem Albanischen, zunächst nebenberuflich, neben der Brotarbeit in einem Metallbetrieb.

Seit 1990 bin ich freiberuflich als Dolmetscher und Übersetzer für die albanische Sprache tätig. Nach langen Jahren in Stuttgart lebe ich inzwischen in München, mit einem Stützpunkt in Stuttgart, und von Zeit zu Zeit auch in Durrës an der albanischen Adria.

Für meine Tätigkeit als literarischer Übersetzer wurde ich mit Stipendien des Deutschen Literaturfonds, des Deutschen Übersetzerfonds und des Freundeskreises zur Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzungen ausgezeichnet.

2006 wurde ich mit dem Jane Scatcherd-Preis der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt- Stiftung sowie 2010 mit dem Jusuf Vrioni-Preis der Republik Albanien für die Übersetzung albanischer Literatur in Fremdsprachen geehrt.

Ich bin Mitglied im Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ) und im VVU e.V.

Joachim Röhm - Bibliographie

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Stuttgarter Zeitung

Botschaften aus dem Land der Skipetaren

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Frankfurter Allgemeine Zeitung

Paradies mit Schandflecken

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Frankfurter Allgemeine Zeitung

Interview

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